Die in Deutschland so hochgelobte Toskana erlebt seit 2001 einen schleichenden wirtschaftlichen Niedergang. Die traditionell mittelständisch geprägten Industrien im Bereich Textil, Schuhe und Kunsthandwerk macht die Billigkonkurrenz aus Asien zu schaffen. Viele Betriebe arbeiten mit veralteter Technik, die Konkurrenzfähigkeit sinkt. Der Tourismus und die Landwirtschaft sind hochgradig auf das Ausland, vor allem Deutschland, angewiesen. Hier macht es sich bemerkbar, dass das Geld nach der Wirtschaftskrise 2008 nicht mehr so locker sitzt. Ansonsten sind in der Toskana noch ein kleines Stahlzentrum und Rohstoffgewinnung in begrenzten Ausmaßen zu nennen. Ob man zum Kauf einer Immobilie, beispielsweise einer
Ferienwohnung, in der Toskana raten kann, hängt hochgradig davon ab, welche Wette man auf den Euro abschließt. Die Toskana ist mit Sicherheit kein Rückzugsgebiet wie die norditalienischen Seen in der Lombardei. Scheitert der Euro oder gerät Italien in den Sog der Finanzkrise, bedeutet dies wahrscheinlich einen Zusammenbruch großer Teile der toskanischen Wirtschaft mit einhergehenden Verfall der Immobilienpreise. Zu einem Kauf wäre in der aktuellen Situation kaum zu raten.